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Die Geschichte des Gong von 1948 bis 2008
Am 10. Oktober 1948 kam der Gong als reines Radiomagazin auf den Markt – das Fernsehen war noch nicht geboren. Es war das Jahr der Währungsreform, der Berlin-Blockade und des 1. FC Nürnberg, des ersten deutschen Fußballmeisters nach dem Krieg. In Nürnberg arbeitete auch die erste Redaktion des Gong, der im Sebaldus Verlag erschien – unter der Lizenznummer US-E-112 der US-Militärregierung. Der Gong-Schlag, der zur vollen Stunde im Radio ertönte, stand Pate für den Namen.


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Das erste Titelblatt des Gong
Das erste Titelblatt des Gong
1948 - Ein neues Radiomagazin


Obwohl ein Funk-Magazin, zierten anfangs häufig Filmstars das Gong-Titelblatt. So war Hans Moser (gestorben 1964) mit der Laute auf dem Titel der ersten Ausgabe zu sehen. Im Heft gab’s dazu den Text seines beliebten Schlagers "Reblaus". Der erste Gong war 20 Seiten dick, kostete 25 Pfennig und verkaufte sich 100.000-mal.
Zum ersten Mal nach dem Krieg stand Johannes Heesters wieder auf der Bühne
Zum ersten Mal nach dem Krieg stand Johannes Heesters wieder auf der Bühne
1949 - Zeit des Aufbruchs


1949 - ein wichtiges Jahr: Im Mai gründet sich die Bundesrepublik, im Oktober die DDR. Ebenfalls seit Oktober hat der Gong den Untertitel Radiowelt - ein Magazin, das der Verlag gekauft hat. Reportagen, Preisausschreiben und Fortsetzungsromane lassen die Auflage schnell auf 200.000 steigen. Erste Berichte vom Siegeszug der „Television“ in den USA sind zu lesen.
Fiffi sollte für ein Radio-Hörspiel bellen - doch trotz Leberwurst hatte er keine Lust
Fiffi sollte für ein Radio-Hörspiel bellen - doch trotz Leberwurst hatte er keine Lust
1950 - Doppelter Umfang


1950 bewegt die Frage der Wiederbewaffnung das Land. Im September kommt „Schwarzwaldmädel“, der erste deutsche Nachkriegsfarbfilm, in die Kinos - mit Rudolf Prack und Sonja Ziemann. Der Gong ist seit April 40 Seiten dick und bereits eine der meistgelesenen Programmzeitschriften Deutschlands.
Bruni Löbel ist 1951 einer der großen Stars in Kino, Radio und auf den Theaterbühnen
Bruni Löbel ist 1951 einer der großen Stars in Kino, Radio und auf den Theaterbühnen
1951 - Fernsehen auf Probe


1951 - In der jungen Bundesrepublik erwacht das kulturelle Leben wieder. Hildegard Knef sorgt mit einer Nacktszene in „Die Sünderin“ für einen Skandal, die erste Berlinale wird gefeiert, und „Das doppelte Lottchen“ gewinnt den deutschen Filmpreis. Der Gong veröffentlicht oft große Auslands­reportagen und berichtet von ersten Probe-Fernsehsendungen des NWDR.
Vico Torriani auf dem Weihnachtstitel 1952
Vico Torriani auf dem Weihnachtstitel 1952
1952 - Beginn der Fernsehära


1952 gilt nach Anfängen in den 30er-Jahren als eigentliche Geburtsstunde des deutschen Fernsehens. An Weihnachten ist es soweit: Der NWDR strahlt im Norden zwei Stunden täglich ein regelmäßiges Fernsehprogramm aus. Der erste Nachkriegs-Fernseher ist der Telefunken FE8 und kostet 1000 Mark.
1953 erscheint der Gong zum ersten Mal mit Fernsehprogramm - auf einer Viertelseite
1953 erscheint der Gong zum ersten Mal mit Fernsehprogramm - auf einer Viertelseite
1953 - Erste TV-Stars


Im Februar, gut zwei Monate nach Start des deutschen Fernsehens, druckt der Gong erstmals ein TV-Programm - im Vergleich zum Radioteil noch verschwindend klein. Weniger als eine Viertelseite. Der „Internationale Frühschoppen“, Kulenkampffs „Wer gegen wen?“ und die Augsburger Puppenkiste erobern die Mattscheibe. Am 2. Juni überträgt der NWDR (später WDR & NDR) die Krönung der Queen - ein Straßenfeger.
Maria Schell erntet für ihren Auftritt im Kriegsdrama „Die letzte Brücke“ viel Lob
Maria Schell erntet für ihren Auftritt im Kriegsdrama „Die letzte Brücke“ viel Lob
1954 - Das Wunder von Bern


Das „Wunder von Bern“ wird an mittlerweile rund 20000 TV-Geräten im Land bejubelt. In den USA nimmt ein junger Lkw-Fahrer namens Elvis Presley die ersten Songs auf. Am Jahresende widmet der Gong dem TV-Programm eine Dreiviertelseite. Heftpreis: 45 Pfennig.
Heinz Rühmann wird für den Film „Wenn der Vater mit dem Sohne“ gefeiert.
Heinz Rühmann wird für den Film „Wenn der Vater mit dem Sohne“ gefeiert.
1955 - Mehr Platz im Heft fürs TV-Programm


1955 startet die Lufthansa den Linienverkehr, Churchill dankt ab, die BRD tritt der NATO bei. Sieben TV-Sender sind mittlerweile aktiv. Robert Lemkes „Was bin ich?“ geht auf Sendung. Erster Gast: Schauspielerin Ruth Leuwerik. Der Gong erweitert sein TV-Programm auf eine Dreiviertelseite und führt „7 Tipps der Woche“ ein.
Der zweite „Sissi“-Streifen läuft an und macht Romy Schneider endgültig zum Star.
Der zweite „Sissi“-Streifen läuft an und macht Romy Schneider endgültig zum Star.
1956 - Täglich eine „Tagesschau“


1956 ist das Geburtsjahr des DDR-Fernsehens. Die größten TV-Ereignisse im Westen sind der erste Grand Prix de la Chanson aus Lugano/Schweiz und die Einführung der täglichen „Tagesschau“ am 1. Oktober. Der Gong wird deutlich übersichtlicher: Das Fernsehprogramm ist nun in Spaltenform gesetzt und erscheint dazu mit Fotos.
Die 28-jährige Liselotte Pulver begeistert ihre Fans in „Die Zürcher Verlobung“
Die 28-jährige Liselotte Pulver begeistert ihre Fans in „Die Zürcher Verlobung“
1957 - TV-Filme erobern den Abend


1957 tritt das Saarland der BRD bei. Mit Unterzeichnung der Römischen Verträge wird die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft besiegelt - Keimzelle der EU. Im Land gibt es nun rund eine Million TV-Geräte. Am 7. September läuft mit der Dürrenmatt-Verfilmung „Der Richter und sein Henker“ der erste abendfüllende Film. Der Gong wird immer bunter: Farbige Fotos und Grafiken werden langsam, aber sicher zur Regel.

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