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60 Jahre Gong

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Die Geschichte des Gong von 1948 bis 2008
Am 10. Oktober 1948 kam der Gong als reines Radiomagazin auf den Markt – das Fernsehen war noch nicht geboren. Es war das Jahr der Währungsreform, der Berlin-Blockade und des 1. FC Nürnberg, des ersten deutschen Fußballmeisters nach dem Krieg. In Nürnberg arbeitete auch die erste Redaktion des Gong, der im Sebaldus Verlag erschien – unter der Lizenznummer US-E-112 der US-Militärregierung. Der Gong-Schlag, der zur vollen Stunde im Radio ertönte, stand Pate für den Namen.


Archiv-Suche:

Hans Albers spielt in „Der Mann im Strom“ eine seiner letzten großen Rollen
Hans Albers spielt in „Der Mann im Strom“ eine seiner letzten großen Rollen
1958 - „Stahlnetz“ auf Sendung


1958 läuft der erste „Stahlnetz“-Krimi, auch die Fußball-WM in Schweden (Sieger: Brasilien) wird im deutschen Fernsehen übertragen. Das TV-Programm nimmt im Gong jetzt schon vier Seiten ein und beinhaltet zu vielen Sendungen ausführliche Inhaltsangaben und Infos.
Der kleine Michael Ande ist mit der jungen Loni von Friedl in dem Kinofilm „Wenn die Glocken hell erkllingen“ zu sehen.
Der kleine Michael Ande ist mit der jungen Loni von Friedl in dem Kinofilm „Wenn die Glocken hell erkllingen“ zu sehen.
1959 - Konsum dank Wirtschaftswunder


1959 schwelgt die BRD im Wirtschaftswunder. Der neue Spaß am Konsum schlägt sich im Gong in bunten Anzeigen, in Mode- und Kochtipps, Reiseberichten sowie Gewinnspielen nieder. Im TV-Programm hat jeder Wochentag eine Seite. Der „Komödienstadel“ geht auf Sendung, TV-Ereignis des Jahres ist der Sechsteiler „So weit die Füße tragen“ von Fritz Umgelter.
Schauspielerin Ruth Leuwerik („Die Trapp-Familie“) ist ein Superstar und 1960 zweimal auf dem Titel.
Schauspielerin Ruth Leuwerik („Die Trapp-Familie“) ist ein Superstar und 1960 zweimal auf dem Titel.
1960 - Comic-Elefant „Gongo“


1960 tritt eine Band namens „The Beatles“ in Hamburg auf. In den USA kommt die erste Anti- Baby-Pille auf den Markt. Bundeskanzler Adenauer will einen zweiten, bundesweiten Fernsehsender gründen, scheitert aber am Bundesverfassungsgericht. Im Gong erblickt Comic-Elefant „Gongo“ das Licht der Welt.
Die junge Senta Berger spielt in dem Kinofilm „Es muss nicht immer Kaviar sein“.
Die junge Senta Berger spielt in dem Kinofilm „Es muss nicht immer Kaviar sein“.
1961 - Hessisches mit Hesselbachs


1961 - für Deutschland das Jahr des Mauerbaus. Der Sowjet-Kosmonaut Juri Gagarin fliegt als erster Mensch ins Weltall, und in Mainz gründet sich das Zweite Deutsche Fernsehen. Die neue Serie „Die Firma Hesselbach“ macht das Hessische populär, und am 4. Juni geht die „Sportschau“ auf Sendung - sonntags um 21.30 Uhr und anfangs noch ohne Fußball.
Mit Edith Grobleben vom SFB ist erstmals eine Fernsehansagerin auf dem Gong-Titel.
Mit Edith Grobleben vom SFB ist erstmals eine Fernsehansagerin auf dem Gong-Titel.
1962 - Der erste Straßenfeger


1962 verschärfen sich mit der Kubakrise die Ost-West-Spannungen. Im Kino läuft der erste Karl-May-Film „Der Schatz im Silbersee“. Die Francis-Durbridge-Verfilmung „Das Halstuch“ wird mit 89 Prozent Marktanteil zum größten Straßenfeger der TV-Geschichte. Die ganze Nation rätselte, wer der Halstuchmörder ist.
Lassie ist der Liebling der TV-Zuschauer und 1963 ein Dauerbrenner auf dem Bildschirm.
Lassie ist der Liebling der TV-Zuschauer und 1963 ein Dauerbrenner auf dem Bildschirm.
1963 - Ein zweiter Fernsehsender


Im November 1963 steht die Welt unter Schock: US-Präsident John F. Kennedy wird in Dallas erschossen. Im April nimmt das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) den Sendebetrieb auf. Acht Millionen TV-Geräte stehen in deutschen Wohnzimmern, erstmals werden Einschaltquoten gemessen. Mit dem Start der Fußball-Bundesliga läuft die „Sportschau“ von jetzt an immer samstags.
TV-Tierfreund Bernhard Grzimek unterstützt eine große Gong-Serie über Wald und Tiere.
TV-Tierfreund Bernhard Grzimek unterstützt eine große Gong-Serie über Wald und Tiere.
1964 - Pfarrer Sommerauer antwortet


1964 sorgt die Modeschöpferin Mary Quant mit ihrem Minirock für eine modische Revolution. Der Gong berichtet ausführlich über die Olympischen Winterspiele in Innsbruck. BR und HR führen als erste ARD-Anstalten das dritte Fernsehprogramm ein. ZDF-Pfarrer Adolf Sommerauer ist der Kummeronkel der Nation.
Hans-Joachim Kulenkampff moderiert die Samstags-Show „Einer wird gewinnen“
Hans-Joachim Kulenkampff moderiert die Samstags-Show „Einer wird gewinnen“
1965 - Lottozahlen im Fernsehen


1965 beginnt mit den US-Bombardements der Vietnamkrieg. Die Jugend fährt Mofa, und Queen Elizabeth besucht die Bundesrepublik. Erstmals wird die Ziehung der Lottozahlen im Fernsehen übertragen. Inge Meysel wird mit der ARD-Serie „Die Unverbesserlichen“ zur Mutter der Nation. Das TV-Programm im Gong beginnt jetzt mit dem Samstag.
Karin Dor spielt in Harald Reinls Kinoepos „Die Nibelungen“ die Brunhild.
Karin Dor spielt in Harald Reinls Kinoepos „Die Nibelungen“ die Brunhild.
1966 - Start der Raumpatrouille


1966 werden die „Beatles“ auf ihrer ersten Deutschlandtournee frenetisch gefeiert. Die Fußball-Nationalmannschaft erlebt beim WM-Finale in England mit dem umstrittenen Wembley-Tor eine bittere Niederlage. Im Ersten geht die Scifi-Serie „Raumpatrouille“ mit Dietmar Schönherr auf galaktische Mission.
Der Renner im Fernsehen ist die britische Kultserie „Mit Schirm, Charme und Melone
Der Renner im Fernsehen ist die britische Kultserie „Mit Schirm, Charme und Melone
1967 - Das Fernsehen wird farbig


Bei einer Demonstration gegen den Schah von Persien in Berlin wird 1967 der Student Benno Ohnesorg erschossen. Auf der Funkausstellung im August beginnt die Ära des Farbfernsehens. Ein TV-Gerät kostet um die 2500 Mark. „Telekolleg“ und „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ gehen auf Sendung.

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