11.12.2017, 18:02 Uhr

Fernsehen mit der Familie

Wertvoll Fernsehen - Babies brauchen Bilder zum Be-greifen
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0 - 3 Jahre

Die kurze fernsehfreie Zeit

Babys brauchen Bilder zum "Be-greifen".

Die ersten Wochen, Monate und Jahre sind eine grandiose Zeit. Die kleinen Hände, Füße, Lippen und Augen erobern nach und nach ihre Welt. Die ganz Kleinen machen die größten Fortschritte. So schnell, so intensiv entwickeln wir Menschen uns später nie mehr weiter. Die ersten Lebensjahre sind buchstäblich eine „wundervolle“ Zeit. Kinderaugen lassen sich beeindrucken – und drücken zugleich so viel aus: ein immer neues Staunen und eine unbändige Lebensfreude. Kinder entdecken und erobern ihre Welt – sie brauchen keine zweite Wirklichkeit aus dem Fernsehen.

Freilich schaut ein Baby fasziniert auf die Flimmerkiste. Aber die inszenierten Bilder verwirren, die schnellen Schnitte irritieren. Das Kinderauge will ruhen, wahrnehmen und auch mit den Händen sehen, ertasten, erfühlen, schmecken und riechen. Fernsehbilder lassen sich nicht ertasten. Diese Bilder sind flach, steril und kalt. Nicht selten lösen sie tiefe Ängste in der Kinderseele aus, auch wenn sie uns Erwachsenen harmlos erscheinen.

Geht es aus dem Krabbelalter hinaus, wächst der Stolz der Eltern mit den Fähigkeiten ihrer Kinder. Die „Kleinen“ werden schnell größer, lernen zu laufen, zu sprechen, nach und nach benutzen sie sogar das Besteck zum Essen. Sie witzeln, sie trotzen, sie taktieren. Eine Zeit, in der Mütter und Väter das Wahrnehmungsvermögen ihrer Kinder leicht überschätzen.

Kinder orientieren sich beim Sehen immer noch an Details und nicht am Gesamteindruck. Form und Farberkennung sind bei weitem noch nicht fertig ausgebildet. Das Blickfeld ist gegenüber den Erwachsenen um ein ganzes Drittel kleiner. Beim Umstellen von nahem auf entferntes Sehen gucken sie noch oft ins Leere. Auch das Hörvermögen ist erst ab dem sechsten Lebensjahr gut entwickelt.

Unsere Empfehlung:

  • Halten Sie Ihr Baby vom Fernsehen fern. Auch wenn es Angebote für die Kleinsten gibt - Sie sind überflüssig und überfordern Ihr Kind. Denn Babys brauchen Bilder zum "Be-greifen".
  • Der Fernseher ist kein guter Babysitter. Wenn Sie Freiräume von Ihren Kleinsten brauchen - und es ist wichtig, dass Sie sich diese gönnen! - suchen Sie einen Babysitter aus Fleisch und Blut. Diese Investition lohnt sich für Sie und Ihr Baby.