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Gong Classics

60 Jahre Gong

Goldener Gong

Der Goldene Gong ist ein Medienpreis der Fernsehzeitschrift Gong, den die Redaktion für herausragende Leistungen in Funk und Fernsehen verleiht. Der Goldene Gong wurde am
16. März 1979 zum ersten Mal vergeben. Die Vergabe erfolgt sporadisch.




Aktueller Preisträger

Aelrun Goette
Die Redaktion verleiht den Medienpreis an Regisseurin Aelrun Goette für ihr couragiertes, bewegendes Sozialdrama "Keine Angst". Darin packt Goette das heikle Thema Kinderarmut an und beleuchtet anhand eines Einzelschicksals die knallharte Realität am Rand der deutschen Wohlstandsgeselleschaft. Auf Basis des sorgfältig recherchierten Drehbuchs von Martina Mouchot zeichnet Goette das Milieu, aus dem sie erzählt, in bestechend realistischen Bildern nach und bewerkstelligt einen herausragenden Film, der lange nachhallt. Augenfällig ist auch das beachtliche Feingespür, mit dem die Regisseurin ihre jungen Darsteller angesichts des schwierigen Themas führt. "Ein mutiges Meisterwerk, wie man es im deutschen Fernsehen nicht mehr oft findet", urteilt die Jury. Alerun Goette nahm den Preis am 19. Februar 2010 in Berlin entgegen.
(Gong 9/2010)
FOTO: Aelrun Goette

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Weitere Preisträger
2010 Christian Jeltsch und Stephan Wagner
Die Redaktion ehrt Drehbuchautor Christian Jeltsch (Bild) und Regisseur Stephan Wagner für ihren außergewöhnlichen "Polizeiruf 110: Klick gemacht" über Kriegstraumata und Vertuschungstaktik bei der Bundeswehr. „Eine ausgefeilte, mit der Afghanistan-Thematik zudem hochaktuelle Geschichte wird in klugen Dialogen und starken Bildern erzählt“, so das Urteil der Jury. Der Film sei an Dramatik kaum zu überbieten. Mit Friedl Papen und Ulrike Steiger werde zudem ein sich ebenso reibendes wie ergänzendes Ermittlerduo eingeführt, das in der deutschen TV-Krimilandschaft eine echte Bereicherung dargestellt hätte. Der tragische Tod von Papen-Darsteller Jörg Hube am 19. Juni 2009 habe diese Zusammenarbeit jedoch viel zu früh beendet.
(Gong 1/2010)
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2009 Stefan Krohmer und Daniel Nocke
Die Redaktion ehrt Stefan Krohmer und Daniel Nocke für das Dokudrama "Dutschke" - ein kluges und differenziertes Porträt nicht nur des berühmten Studentenführers Rudi Dutschke, sondern der gesamten Studentenbewegung. Regisseur Krohmer ist ein einzigartiges Kunststück gelungen: Er verwendet Zeitzeugen-Interviews nicht als schmückendes Beiwerk, sondern lässt aus ihrem Ringen um die historische Deutungshoheit die Dramaturgie der Geschichte entstehen. Drehbuchautor Daniel Nocke ist es besonders zu verdanken, dass keine reißerische Räuberpistole oder verklärende Heldensaga erzählt werde. Stattdessen geht er den unbequemen Weg, die Widersprüche in Dutschkes Biografie nicht nur zuzulassen, sondern als Triebfeder für die eigentliche Dramaturgie zu nutzen. Dieser Goldene Gong wurde erstmals während des Münchner Filmfestes verliehen. Die beiden Preisträger nahmen ihn bei der Premiere ihres Films am 29. Juni 2009 entgegen.
(Gong 29/2009)
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2008 Roland Suso Richter, Maurice Philip Remy
Für den ARD-Film "Mogadischu" sind der Drehbuchautor Maurice Philip Remy (45) und der Regisseur Roland Suso Richter (47) mit dem Goldenen Gong ausgezeichnet worden. Die Redaktion ehrte Remy für sein herausragendes Drehbuch, besonders für die sorgfältige Recherche zu den Ereignissen rund um die Entführung der Lufthansa-Maschine Landshut im Herbst 1977. Zu Remys Verdiensten gehört vor allem, dass Jürgen Schumann rehabilitiert wird, der Flugkapitän der Landshut. Die Auszeichnung ist Remys zweiter Goldener Gong - den ersten gab es im Jahr 2000 für die Dokuserie “Holokaust”. Roland Suso Richter erhält die Auszeichnung für seine aufwendige, authentische, sehr bewegende und fesselnde Inszenierung des historischen Stoffes. Seine überragende Regie lässt die Zuschauer die damaligen Ereignisse intensiv nacherleben. Auch Richter hat bereits einen Goldenen Gong erhalten - für das Drama “Der Tunnel” im Jahr 2001.
(Gong 50/2008)
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2008 Wolfgang Rademann, Hans R. Beierlein
Die Redaktion ehrt Wolfgang Rademann für seine Ideen, seinen Mut und sein unermüdliches Engagement, mit viel Herz die Menschen zu unterhalten. Unvergessen sind die Produktionen ,Die Peter Alexander Show’, die Serie ,Die Schwarzwaldklinik’ oder die Reihe ,Das Traumschiff’. Sie erfreuten Millionen von Fernsehzuschauern und sind Meilensteine der deutschen Fernsehgeschichte. Hans R. Beierlein erhält die Auszeichnung als einer der vielseitigsten Manager im Show- und Musikgeschäft und einer der wichtigsten Stichwort- und Ideengeber in der deutschen TV-Landschaft. Er holte nicht nur die Größen des französischen Chansons nach Deutschland und trieb Karrieren von Weltstars wie Udo Jürgens voran. Er erfand auch zahlreiche TV-Formate, profilierte sich im Geschäft mit Musikrechten und brachte viele unbekannte Künstler ins Fernsehen.
(Gong 42/2008)
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2008 Lukas Roegler
Die Redaktion Gong ehrt Lukas Roegler als Autor und Regisseur für die überzeugende Gesamtleistung in seinem ersten Dokumentarfilm „Meine Hölle Europa“, den er in einem unabhängigen Projekt mit beachtenswerter Kreativität und außergewöhnlichem Engagement selbstständig und auf eigenes Risiko realisierte. Erzählweise, Gliederung und Schnitt sind modern, die kraftvollen Aussagen der gezeigten Opfer beeindruckend in Szene gesetzt. In dem glänzend recherchierten und investigativen Zeitdokument gelingt es ihm, das kriminelle, menschenverachtende System des Sklavenhandels zwischen Nigeria und Europa umfassend und sehr fesselnd zu erläutern und somit für den Zuschauer auf erschreckende Weise erfahrbar zu machen.
(Gong 05/2008)
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2007 Michael Souvignier
Die Redaktion Gong ehrt Michael Souvignier für seine überzeugende Gesamtleistung als Produzent, der mit viel Mut, persönlichem Engagement und kreativem Kampfgeist das außergewöhnliche Filmprojekt "Contergan" durchgesetzt hat - auch gegen heftige Widerstände und trotz einer Flut juristischer Auseinandersetzungen. Dabei ist nicht nur ein spannender, berührender und respektvoller Fernsehfilm mit höchst unbequemer Thematik entstanden, sondern auch ein wichtiges Zeitdokument, das an das Schicksal Tausender Contergan-Opfer und deren Familien würdig erinnert.
(Gong 49/2007)
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2007 Christian Ulmen
Die außergewöhnlich frische und unkonventionelle TV-Serie "Dr. Psycho" lebt im besonderen Maße von ihrem Hauptdarsteller Christian Ulmen, der sich wie kein anderer anbietet, die schräge Rolle des Polizeipsychologen Max Munzl auszufüllen. Christian Ulmen spielt die notwendige Zerstreutheit und aufdringliche, aber sympathische Art der Figur offensichtlich mit großer Freude, sodass der geneigte Zuschauer nicht umhinkommt, unaufhörlich belustigt zu sein und eine permanente, wohlwollende Neugier an den Geschichten des Neurotikers zu entwickeln.
(Gong 26/2007)
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2007 Kathrin Breininger
Für die Produzentin der Serie "KDD-Krmininaldauerdienst". Die Serie verblüfft aufgrund ihrer authentischen Erzählweise und ihr gelingt es mit einem glaubwürdigen Emsemble, die üblichen Trennungen von Gut und Böse zu durchbrechen.
(Gong 22/2007)
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2005 Bruno Ganz
Für seine Darstellung Adolf Hitlers in dem Zweiteiler "Der Untergang" in einer enorm eindringlichen, verstörend authentischen Art und Weise. Bruno Ganz machte die verderbend verführerische Faszination nahezu körperlich erlebbar.
(Gong 48/2005)
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2005 Christoph Maria Herbst
Für seine brillante, tragikomische Darstellung der neurotischen, widersprüchlichen und selbstherrlichen Figur "Stromberg" in der gleichnamigen Serie, einem der aktuell besten Comedy-Formate in Deutschland.
(Gong 40/2005)
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